2. Fremdsprache ab Klasse 6 (naturwissenschaftlicher Zweig)

 

Schüler dieser Altersstufe verfügen in hohem Maß über Entwicklungsmerkmale, die dem Spracherwerb förderlich sind: natürliche Neugier und die Bereitschaft, in der Lerngruppe imitativ und kreativ zu agieren. Darüber hinaus bringen sie bereits Fertigkeiten, Kenntnisse und Grundhaltungen mit, die sie beim Erlernen der ersten Fremdsprache und in anderen Fächern erworben haben. Auf diesen Erfahrungen baut der Französischunterricht auf; er ist altersgemäß und in ­teilweise handlungs- und erlebnisorientierter Weise organisiert. Gleichzeitig werden die Schüler schrittweise zu einem kognitiven, systematischeren Erlernen dieser Sprache hingeführt. In der Jahrgangsstufe 6 lernen sie, einfache, alltägliche Kommunikationssituationen im französischsprachigen Umfeld zu bewältigen. Ihre Neugier auf Frankreich soll geweckt werden, indem sie Einblicke in das Alltagsleben unseres Nachbarlandes Frankreich gewinnen und Ausschnitte aus der Erfahrungswelt Gleichaltriger kennenlernen.

 

 

3. Fremdsprache ab Klasse 8 (neusprachlicher Zweig)

 

Der Unterricht in Französisch als dritter Fremdsprache baut auf Kenntnissen, Fertigkeiten und Grundhaltungen auf, welche die Schüler beim Erlernen der ersten und zweiten Fremdsprache erworben haben. Grundsätzlich findet der Unterricht in der Zielsprache statt, wobei die Vorkenntnisse einen raschen Fortschritt ermöglichen, der mit motivierenden Erfolgserlebnissen verbunden ist. Auch dank der sich entwickelnden Fähigkeit zu abstrahieren können sich die Schüler strukturelle Besonderheiten der französischen Sprache bewusstmachen und diese Einsichten für einen effizienten Spracher­werb nutzen. In der Jahrgangsstufe 8 lernen die Schüler, alltägliche, noch wenig komplexe Situationen in mündlicher und schriftlicher Kommunikation zu bewältigen. Sie begegnen französischer Kultur, gewinnen einen Eindruck von der internationalen Verbreitung und der Bedeutung des Französischen und entwickeln Freude am Umgang mit dieser Sprache.

Französisch in der Oberstufe

 

In Q11 und 12 werden die beiden Zweige gemeinsam unterrichtet. Französisch kann  als Profilfach über ein oder zwei Jahre belegt werden. In einer modernen Fremdsprache muss Abitur gemacht werden. Französisch kann schriftlich als drittes oder mündlich als 4. Abiturfach abgelegt werden.

 

Die Schüler führen auf der Grundlage der bisher erworbenen soliden Fertigkeiten und Kenntnisse Französisch fort und gelangen zu einer vertieften sprachlichen und interkulturellen Kompetenz. Dadurch erweitern sie ihre Allgemeinbildung, erwerben Studierfähigkeit und können ihr Wissen später auch berufsbezogen nutzen.

 

Im Gebrauch des Französischen in Wort und Schrift gewinnen sie zunehmend an Sicherheit und Flexibilität und bauen so ihre Kommunikationsfähigkeit aus. Die Erfahrung der eigenen Lernfortschritte soll die Freude der Jugendlichen an der Beschäftigung mit diesem Fach intensivieren und ihr Interesse daran fördern: Auch nach Beendigung ihrer Schullaufbahn sollen sie für eine selbständige Beschäftigung mit der französischen Sprache motiviert und dazu bereit sein, Entwicklungen in Frankreich und anderen frankophonen Ländern mit Aufgeschlossenheit zu begegnen und den Kontakt mit Französischsprachigen zu suchen.

 

Die am Ende der Jahrgangsstufe 12 angestrebten kommunikativen Fertigkeiten entsprechen der Stufe B2, im Bereich des Leseverstehens der Stufe C1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens.