Ein bewegender Vortrag zur Arbeit in einem Hospiz

26.01.2026

Frau Oberhofer und Frau Meyer in der Aula des Gymnasiums Weilheim

 

Am 26.01.2026 hat die 10. Jahrgangsstufe einen Vortrag über die Arbeit in einem Hospiz bekommen. Frau Meyer (Sozialpädagogin) und Frau Oberhofer (ehrenamtliche Hospizbegleiterin) erzählten uns dabei von spannenden und beeindruckenden Erlebnissen aus ihrem Berufsalltag.

Die beiden Frauen arbeiten beim Hospizverein im Pfaffenwinkel in Polling. Sie erklärten uns, welche Aufgaben zu ihrer Arbeit gehören und wie sie selbst mit den verschiedenen Situationen umgehen, denen sie im Alltag begegnen. Dabei gingen sie immer wieder auf unsere Fragen ein und schilderten verschiedene Erlebnisse, die sie bereits gemacht hatten.

Obwohl – oder gerade weil – Frau Meyer und Frau Oberhofer sehr offen und direkt waren, hatte man immer das Gefühl, dass sie ihre Arbeit gerne machen. Man merkte, dass sie es als etwas Schönes empfinden, Menschen in den letzten Tagen oder Wochen ihres Lebens zu begleiten, mit ihnen zu sprechen oder ihnen sogar einen letzten großen Wunsch zu erfüllen. Durch ihre freundliche und offene Art konnte man spüren, dass sie viel Mitgefühl haben und sich viel Zeit für ihre Arbeit nehmen.

Ihre Tätigkeit umfasst jedoch nicht nur die Betreuung der Gäste im Hospiz. Sie besuchen auch kranke Menschen in der Umgebung, um mit ihnen Gespräche zu führen, und halten Vorträge über ihre Arbeit. Dabei gehen sie intensiv auf das Thema „Tod und Sterben“ ein.

Außerdem bekommen nicht nur die Gäste im Hospiz Unterstützung, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf eine unserer Fragen erklärten die beiden Frauen, dass es zum Beispiel regelmäßige Supervisionen gibt, bei denen sich die Fachkräfte austauschen können, um besser mit Tod, Trauer und schwierigen Situationen umzugehen.

Ich persönlich fand es sehr beeindruckend, dass ein Hospiz nicht wie ein Krankenhaus oder ein Altenheim ist. Dort wird viel mehr auf die Wünsche und Bedürfnisse der Gäste eingegangen, zum Beispiel indem sie sich ihr Essen wünschen dürfen oder auch Angehörige Unterstützung erhalten.

Insgesamt war der Vortrag – oder besser gesagt das Gespräch – sehr spannend und bewegend. Man hat viele Dinge erfahren, über die man vorher noch gar nicht richtig nachgedacht hat.

Theresa Stoß, 10a